Im Februar 2019 wandte sich die Ehefrau eines unserer Patienten an die Mitarbeiter des Hospizes East Bay, um ihre Dankbarkeit für die Betreuung ihres Mannes, mit dem sie über 60 Jahre verheiratet war, auszudrücken. Folgendes sagte sie an diesem Tag:

Meine anfängliche Vorstellung von einem Hospiz war, dass es ein Ort zum Sterben sei. Vor diesem Hintergrund war ich völlig unvorbereitet auf das Maß an Hingabe, Freundlichkeit und Mitgefühl, das uns jeder Einzelne während der Krankheit meines Mannes entgegenbrachte.
Mein Mann John musste im Spätherbst 2017 wegen Infektionen mehrmals ins Krankenhaus. Bei ihm wurde ein myelodysplastisches Syndrom (MDS) diagnostiziert, später auch eine aplastische Anämie – beides Erkrankungen, bei denen das Knochenmark unregelmäßige und fehlerhaft geformte rote und weiße Blutkörperchen sowie Blutplättchen produziert. Daraufhin erhielt er Injektionen zur Stimulation des Knochenmarks, und schließlich, im Dezember 2017, begann er, zweimal wöchentlich Bluttransfusionen mit roten und Blutplättchen zu erhalten. Dies wurde etwa zehn Monate lang fortgesetzt.
Anfang Oktober 2018 verschlechterte sich Johns Zustand rapide. Er litt unter extremer Schwäche und war anfällig für Infektionen. Nach mehreren weiteren Krankenhausaufenthalten und Reha-Phasen stellten Johns Hämatologe und Onkologe die Bluttransfusionen ein und überwiesen ihn in ein Hospiz. Es gab keine weitere Behandlungsmöglichkeit mehr für ihn. Noch am selben Tag kam die Hospizschwester zu uns nach Hause, erklärte uns die Pflege und Behandlung und teilte mir mit, dass ich John zu Hause betreuen würde.
Nach der ersten Nacht wurde mir klar, dass ich weder emotional noch körperlich in der Lage war, einen großen, fast zwei Meter großen Mann zu pflegen, der zudem sehr sturzgefährdet war. Panisch rief ich am nächsten Morgen meine Nichte Susan an (die sich zu der Zeit in Seattle aufhielt). Sie sagte sofort, dass das Bruns House, betrieben vom Hospiz East Bay, der einzige Ort sei, an dem ihr Onkel John gut versorgt werden könne. Dank Susan Levitts Hilfe und der des zuständigen Krankenpflegers Randy wurde John noch am Nachmittag des 24. Oktober ins Bruns House in Alamo gebracht und aufgenommen.
Schon beim Betreten des Bruns House durch die Tür spürten mein Sohn David und ich die Fürsorge und das Mitgefühl aller Mitarbeiter. Während der Aufnahme wurden wir ausführlich über Johns Pflege- und Behandlungsplan informiert. Besonders beeindruckt waren wir davon, dass John mit Würde und Respekt behandelt wurde und sein Wohlbefinden und seine Schmerzfreiheit oberste Priorität hatten. Gleichzeitig wurde betont, dass die Betreuung der Familie ebenso wichtig war. Das Team kümmerte sich nicht nur um den Patienten, sondern auch um uns als Familie.

John war ein sehr zurückhaltender, stolzer und unabhängiger Mensch und hatte oft Phasen, in denen er sich streitlustig verhielt. In diesen Momenten hieß es immer: „Keine Sorge, wir sind da, um Ihnen zu helfen, und wir verstehen Ihre Frustration und Ihre Sehnsucht nach Hause.“ Die Fürsorge und Anteilnahme für John ließ nie nach. Selbst als es für uns Zeit wurde zu gehen, hatten mein Sohn und ich immer das Gefühl, dass John in ausgezeichneten, fürsorglichen und sehr kompetenten Händen war.
Ein besonderer Dank gilt Ben vom Seelsorgeteam. Er kam mehrmals mit seiner Gitarre vorbei und saß bei John. Er sang und spielte einige der alten, beliebten Kirchenlieder, darunter „Wie groß bist du“, eines von Johns Lieblingsliedern, und ich weiß, dass Ben John wirklich aufgemuntert hat.
Ich möchte mich ganz besonders bei Hospice East Bay für die angebotene Trauerbegleitung und -beratung bedanken, die ich in den kommenden Wochen in Anspruch nehmen werde. John und ich waren fast 61 Jahre verheiratet, und in den letzten Jahren war es mein oberstes Ziel, ihn zu pflegen. Nun freue ich mich darauf, diese Angebote zu nutzen, während ich um meinen geliebten Mann trauere. Besonders wertvoll war für mich auch die Broschüre von Hospice East Bay: „Wenn die Zeit kommt – Ein Leitfaden für pflegende Angehörige“. Sie hat mir sehr geholfen, mit der letzten Lebensphase umzugehen.
Selbst nachdem John am Dienstag, dem 31. Oktober, nach sechs Tagen in der Hospizpflege verstorben war, wurden David, Susan und ich erneut von den Mitarbeitern mit vielen Umarmungen und herzlichen Liebesbekundungen, Unterstützung und Mitgefühl empfangen. Mir fehlen die Worte, um auszudrücken, wie viel uns das bedeutete.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Hospizbetreuung in dieser schweren Zeit die beste Entscheidung für John war. David und ich möchten uns bei Ihnen allen von Herzen für die liebevolle und mitfühlende Betreuung unseres Angehörigen bedanken. Sie sind wahrlich Engel. Gott segne Sie alle. Vielen Dank.
